Die Fotografie als Vermessungswerkzeug von Glaziolog:innen

Seit den 1880er-Jahren wurde die terrestrische Fotogrammetrie zunehmend zur topografischen Vermessung von Gletschern eingesetzt, insbesondere am Rhonegletscher. Um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, mussten die Aufnahmen regelmässig vom exakt gleichen Standort aus und zur gleichen Jahreszeit erfolgen. Der Silbergelatine-Abzug einer fotogrammetrischen Aufnahme des Rhonegletschers wurde mit … Weiterlesen …

Butzenscheiben – Von den klaren «venedisch schewen» zum farbenfrohen Jugendstil-Ornament

Wer mit offenen Augen durch Zürichs Gründerzeitviertel streift, entdeckt an den hier und da original erhaltenen Haustüren, Treppenhausfenstern und Wohnungstüren vielfach kleine, farbige Butzenscheiben zusammen mit anderen Glasarten in variantenreichen Bleiverglasungen. Im folgenden Beitrag geht es um dieses kleine, runde Detail und seine faszinierende, aber wenig bekannte Geschichte.

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Schweizer Grönlandexpedition 1912: Gletscherpanorama am Eqi und Rückreise der Westgruppe

In diesem Beitrag möchte ich die Forschungsreise der Schweizer in Beziehung zu kolonialen Aneignungen mithilfe des Elements Wasser setzen. In der Arktis führen die Verkehrswege über das Meer und durch die Fjorde. Einige der Routen führten 1912 zu Fangplätzen, die gerade dank Nährstoffeintrag von Gletscherabbruch und Fliesswasser genügend artenreich gewesen sein dürften, um für die Bewohner den Weg ins Jagdgebiet lohnenswert zu machen. Wie benutzten dagegen die Grönlandreisenden den Wasserraum und wie nahmen sie den Umgang der Inuit damit wahr? Am Ende eines solchen Fjordarms lag der von der Westgruppe untersuchte Ekip Sermia, auch Eqi-Gletscher genannt.
Es ist ein bemerkenswerter Glücksfall der Überlieferung, dass das Panorama des 1912 photogrammetrisch dokumentierten Gletschers in herausragender Fotoqualität rekonstruiert werden konnte. Doch in welchem Kontext entstand die Aufnahme?

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Von «Flysch» und Falten: Bernhard Studer und die Geologie der Alpen

Wer einen Blick auf frühe geologische Karten der Schweiz wirft, blickt damit auch auf die Geburtsstunde der modernen Alpengeologie. Ein interessantes Werk ist dabei die geologische Karte der Stockhornkette von 1827, erstellt vom Berner Geologen Bernhard Studer. Dieser bereicherte die wachsende geologische Terminologie auch gleich noch mit Simmentaler Dialekt.

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Margarete von Üxküll-Gyllenband: Eine frühe Wissenschaftlerin zwischen der ETH und Niederländisch-Indien

Der Herbarbeleg der Pflanze Hevea brasiliensis, besser bekannt als Kautschukbaum, gelangte durch Margarete von Uexküll-Gyllenband, eine der ersten Botanikstudentinnen in Zürich, ins Botanische Museum der ETH.  Sie sammelte ihn während einer von ihrem Professor Carl Schröter und durch Schweizer Stipendien geförderten Forschungsreise nach Niederländisch-Indien, heute Indonesien. Doch wie kam es, dass eine Frau in den Anfängen des 20. Jahrhunderts aus dem damaligen Zarenreich Russland durch die Unterstützung von Schweizer Universitäten in eine niederländische Kolonie reisen konnte, um Forschung zu betreiben?

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Raumplanung und Dichtestress anno 1945

Räumliche Verdichtung und Bevölkerungswachstum beschäftigen die Schweiz nicht erst seitdem die Schweizerische Volkspartei das Thema in ihrem Wahlkampf zum ständigen Politikum erheben und wirksam auszuschlachten versteht. Nein, die Angst vor zu vielen Menschen und zu vielen Häusern wohnt den Schweizerinnen und Schweizern spätestens seit der Industrialisierung und dem rasanten Städtewachstum des 19. Jahrhunderts inne. Besonders virulent wurde das Thema nach dem Zweiten Weltkrieg, als eine gefühlt ungebremste Bautätigkeit der Schweiz ihren Wiedererkennungswert zu nehmen drohte. Städteplaner und Geographen entwickelten Planungsinstrumente, um die Bodennutzung nach einheitlichen Kriterien zu organisieren. Der Schweizer Architekt Rolf Meyer-von Gonzenbach war einer der prägenden Figuren der schweizerischen Landesplanung der Nachkriegszeit.

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Carl Hartwich, der Peyote und die Assimilierung der indigenen Bevölkerung in Amerika

Photo by: Manuel Diaz from East Coast Camanchaca

Auf dem ETH Campus Hönggerberg befindet sich im HCI-Gebäude die Pharmakognostische Sammlung, deren Exponate aus dem Nachlass des ehemaligen Professors des Eidgenössischen Polytechnikums, Carl Gottfried Hartwich, stammen[1]. Hartwich, der 1851 in Tangermünde, Deutschland, geboren wurde, begann seine berufliche Karriere in der Apotheke seines Vaters, wo er seine Berufslehre als Apotheker absolvierte[2]. Danach studierte er in Berlin Botanik, Chemie und Pharmazie und übernahm die Apotheke seines Vaters. Diese verkaufte er 1891 und erhielt 1892 seine Professur am Eidgenössischen Polytechnikum.

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Die Schweizer Bier-Idee – Eintauchen ins Archiv des Brauerei-Verbands

Wasser, Malz, Hopfen und Hefe – und eine volle «Maß» Schweizer Wirtschaftsgeschichte: Das historische Archiv des 1877 gegründeten Schweizer Brauerei-Verbands SBV umfasst Schrift- und Bildquellen von der Gründungszeit bis in die Gegenwart. Sie lassen tief in die Branchengeschichte blicken und dokumentieren den Weg vom kartellierten «Schweizer Bier» bis zur heutigen wettbewerbsorientierten Vielfalt mit unzähligen Kleinbrauereien und wenigen Grosskonzernen.

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