Hansruedi Scheller (1931–2007) war ein Schweizer Grafiker und Pionier der Signaletik. Ab etwa 1967 schuf er Beschriftungen, Bemalungen, Designs und Wegleitsysteme für rund 200 Grossbauten, von denen sich die meisten im Kanton Zürich befinden.
Modelle – Wissen formen
Die neue Ausstellung im extract zeigt mehr als 500 historische und aktuelle wissenschaftliche Modelle aus den Sammlungen der ETH Zürich und der Universität Zürich.
Als das Poly noch kein Zuhause hatte
Aller Anfang ist schwer. Das dachte sich wohl auch Joseph Wolfgang von Deschwanden, als er nach der Verabschiedung des Polytechnikumsgesetzes 1854 den Aufbau des Eidgenössischen Polytechnikums in Angriff nahm.
Die erste schematische Bodenkarte der Schweiz
Ende letzten Monats erhielt die Kartensammlung der ETH-Bibliothek ein einzigartiges Geschenk. Auf seinen Ruhestand hin hat Professor Dr. Ruben Kretschmar uns den ersten Versuch einer Bodentypenkarte der Schweiz aus dem Jahr 1925 überlassen.
Die Hitzewelle und Dürre von 1976
Im Sommer 1976 erlebte die Schweiz, insbesondere die Kantone GE, VD, TI und GR, und grosse Teile Europas die bis damals wohl längste Hitzewelle. Es wurde an 17 Tagen in Folge der Wert von 30 Grad erreicht oder übertroffen. Vom 21. Juni bis 7. Juli 1976 reihte sich Hitzetag an Hitzetag.
Ein Feßle Bier am 2. August – Von Kalendereinträgen und Handwritten Text Recognition
Volltexterkennung in alten Drucken war schon mehrfach Thema meiner Blogbeiträge. Es war dann die Rede von OCR, also der Optical Character Recognition. Eine eng verwandte Methode ist die Handwritten Text Recognition HTR. Entsprechende Anwendungen, wie sie etwa die Plattform Transkribus bereitstellt, sind darauf trainiert, Volltext aus Handschriften zu extrahieren. In bestimmten Fällen bietet es sich an, solche HTR-Anwendungen auch auf Drucke anzuwenden. Ein solches Beispiel ist das vorliegende Digitalisat: Der Nürnberger SchreibCalender auf das Jahr 1608 im Bestand der ETH-Bibliothek.
Die Oldtimer-Rallye zum Gedenken an Paul Jaray 1975 in Weinfelden
Im Juli 1975 organisierte der im selben Jahr gegründete Oldtimer-Club Ostschweiz (OCO) in Weinfelden eine Gedenkfahrt zu Ehren des Ingenieurs und Aerodynamikpioniers Paul Jaray. 50 Fahrzeuge der Jahrgänge 1905 bis 1940 mit ca. 100 Personen nahmen an der Fahrt teil, die in 40 Kilometern durch den Kanton Thurgau führte. Im September 1974 war Paul Jaray in St. Gallen verstorben. Seit 1923 hatte der in Wien geborene Maschinenbauer in der Schweiz gelebt und sich über Jahrzehnte mit der perfekten Stromlinienform der Automobilkarosserie beschäftigt. Unter den Gästen der Gedenkfahrt befanden sich auch prominente Vertreter der ETH wie der Ingenieur und Professor für Werkstoffkunde Eduard Amstutz sowie der ehemalige Direktor der ETH-Bibliothek Jean-Pierre Sydler.
Manilahanf in der Hochschullehre der ETH Zürich
Der Manilahanf, auch bekannt als Abacá oder wissenschaftlich Musa textilis, blickt auf eine lange Geschichte in der Hochschullehre der ETH Zürich zurück.
Die Fotografie als Vermessungswerkzeug von Glaziolog:innen
Seit den 1880er-Jahren wurde die terrestrische Fotogrammetrie zunehmend zur topografischen Vermessung von Gletschern eingesetzt, insbesondere am Rhonegletscher. Um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, mussten die Aufnahmen regelmässig vom exakt gleichen Standort aus und zur gleichen Jahreszeit erfolgen. Der Silbergelatine-Abzug einer fotogrammetrischen Aufnahme des Rhonegletschers wurde mit rund 200 Messpunkten versehen. Anhand dieser Referenzpunkte konnten Lage und Veränderung der Gletscheroberfläche präzise bestimmt werden.
Butzenscheiben – Von den klaren «venedisch schewen» zum farbenfrohen Jugendstil-Ornament
Wer mit offenen Augen durch Zürichs Gründerzeitviertel streift, entdeckt an den hier und da original erhaltenen Haustüren, Treppenhausfenstern und Wohnungstüren vielfach kleine, farbige Butzenscheiben zusammen mit anderen Glasarten in variantenreichen Bleiverglasungen. Im folgenden Beitrag geht es um dieses kleine, runde Detail und seine faszinierende, aber wenig bekannte Geschichte.