Entomologie im Dienst der kolonialen Plantagenwirtschaft

Im September 1929 brach der ETH-Doktorand Gustav Bünzli, der – wie sein Name vielleicht erahnen lässt – Schweizer war, auf eine Reise nach Suriname auf.[1] Damals war Suriname eine holländische Kolonie, die vor allem für den Kaffeeanbau ausgebeutet wurde.[2] Die für die Plantagenwirtschaft typische Monokultur hatte einen wesentlichen Nachteil: Sie litt unter einem Ameisenbefall, der in einer berüchtigten Pflanzenkrankheit namens Phloemnecrose resultierte, die von Pflanze zu Pflanze übertragen wurde.[3] Die Plage führte zu beachtlichen finanziellen Schäden für die Kolonialherrscher. Bünzlis Reise nach Suriname hatte den Zweck, eine taxonomische Klassifikation der lokalen Insekten durchzuführen sowie eine Empfehlung für die Ameisenbekämpfung zu erstellen.

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Vernetzte Professoren: Was Provenienzerschliessung alles ans Licht bringen kann

Wem gehörte eine Karte oder ein Buch, bevor sie ihren Weg in den Bestand der ETH-Bibliothek fanden? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Katalogisierenden der Gruppe Rara und Karte in der Provenienzerschliessung. Anhand von Stempeln, Exlibris und handschriftlichen Widmungen werden sowohl Vorbesitzer als auch buchhistorische, biographische und geisteswissenschaftliche Zusammenhänge ermittelt.

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Ein Blick in die Vergangenheit als Geschenk: Wie sah die Stadt Zürich eigentlich vor 200 Jahren aus?

Karten zeigen einzigartig auf, wie sich Städte und Orte im Laufe der Zeit vergrössert haben und gewachsen sind. Panoramen lassen hingegen einen Einblick zu, wie sich ein ganzes Stadtbild im Laufe der Jahre verändern kann. So ermöglicht uns ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk die Stadt Zürich zu erkunden, wie sie vor 200 Jahren ausgesehen hat.

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Das Leben nach Theresienstadt: Emma und Martha Einhorns Geschichte

Der Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF) richtete 1948 das Altersheim «Les Berges du Léman» in Vevey ein. Dort wohnten Jüdinnen und Juden, die nach dem Zweiten Weltkrieg ein Bleiberecht in der Schweiz erhalten hatten – so auch die Schwestern Emma und Martha Einhorn. 1945 aus dem Ghetto Theresienstadt in die Schweiz gerettet, lebten sie bis an ihr Lebensende im jüdischen Altersheim.

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Foto: Lisbeth Sachs, Kunsthalle an der zweiten Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) in Zürich, 1958 (Foto: Erica Müller-Rieder, gta Archiv / ETH Zürich)

Architektonische Reimagination: Der Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig

In ihrem diesjährigen Beitrag für den Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig fragt das Architektinnen-Kollektiv Annexe: «Was wäre, wenn nicht Bruno Giacometti, sondern Lisbeth Sachs den Schweizer Pavillon entworfen hätte?». Die Überlagerung der bestehenden Pavillonarchitektur mit dem zeitgleich entstandenen Entwurf einer weiblichen Kollegin hinterfragt den Status quo und etabliert ein alternatives Narrativ.

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Zum 150. Todestag: Der Kartograf Guillaume Henri Dufour

Vor ziemlich genau 150 Jahren, am 14. Juli 1875, verstarb Guillaume Henri Dufour. Der Kartograf und erster General des modernen schweizerischen Bundesstaats war massgeblich an der Vermessung der Schweiz beteiligt, zu den bekanntesten Werken gehört die sogenannte „Dufourkarte“. Doch sein Wirken als Kartograf blieb nicht auf dieses eine Werk begrenzt.

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Papst und Piazza – die barocken Brunnen Roms

Wieder einmal sind die Augen der Weltöffentlichkeit auf Rom und den Vatikan gerichtet. Die Päpste haben in den vergangenen Jahrhunderten nicht nur die Religion und Politik, sondern auch das Stadtbild Roms geprägt. Eindrucksvoll sichtbar wird dies an den barocken Brunnen der Stadt, die nicht nur Wasserspender und Kunstwerke, sondern auch Inszenierungen päpstlicher Macht sind.

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Im Sommer an die Weltausstellung – 1851 besichtigt der zukünftige Direktor der ETH Zürich die «Great Exhibition» in London

Britische Produkte waren zu Lebzeiten des Schweizers Joseph Wolfgang von Deschwanden auf dem Markt sehr erfolgreich. Der grösste Weltproduzent Grossbritannien wollte jedoch mehr. Auf der Wunschliste standen:

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