Wem gehörte eine Karte oder ein Buch, bevor sie ihren Weg in den Bestand der ETH-Bibliothek fanden? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Katalogisierenden der Gruppe Rara und Karte in der Provenienzerschliessung. Anhand von Stempeln, Exlibris und handschriftlichen Widmungen werden sowohl Vorbesitzer als auch buchhistorische, biographische und geisteswissenschaftliche Zusammenhänge ermittelt.
Geistes- und Sozialwissenschaften
Vor 200 Jahren in der Gegend der Thur
Ab dem Jahr 1825 brachte der Toggenburger Künstler Johann Baptist Isenring sein Album «Thurgegenden» heraus – ein Werk, das uns heute mit erstaunlicher Detailtreue in die malerischen Landschaften an der Thur vor 200 Jahren zurückversetzt.
Adelheid Lange – Die erste Studentin an der Bauschule der ETH
Als erste Architekturstudentin der ETH Zürich gilt Flora Steiger-Crawford, die 1923 als erste Frau ihr Diplom erhielt. Doch bereits 1899 hatte die US‑Amerikanerin Adelheid Lange Frauen den Weg zum Studium an der Bauschule geebnet.
Ein Blick in die Vergangenheit als Geschenk: Wie sah die Stadt Zürich eigentlich vor 200 Jahren aus?
Karten zeigen einzigartig auf, wie sich Städte und Orte im Laufe der Zeit vergrössert haben und gewachsen sind. Panoramen lassen hingegen einen Einblick zu, wie sich ein ganzes Stadtbild im Laufe der Jahre verändern kann. So ermöglicht uns ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk die Stadt Zürich zu erkunden, wie sie vor 200 Jahren ausgesehen hat.
Das Leben nach Theresienstadt: Emma und Martha Einhorns Geschichte
Der Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF) richtete 1948 das Altersheim «Les Berges du Léman» in Vevey ein. Dort wohnten Jüdinnen und Juden, die nach dem Zweiten Weltkrieg ein Bleiberecht in der Schweiz erhalten hatten – so auch die Schwestern Emma und Martha Einhorn. 1945 aus dem Ghetto Theresienstadt in die Schweiz gerettet, lebten sie bis an ihr Lebensende im jüdischen Altersheim.
Architektonische Reimagination: Der Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig
In ihrem diesjährigen Beitrag für den Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig fragt das Architektinnen-Kollektiv Annexe: «Was wäre, wenn nicht Bruno Giacometti, sondern Lisbeth Sachs den Schweizer Pavillon entworfen hätte?». Die Überlagerung der bestehenden Pavillonarchitektur mit dem zeitgleich entstandenen Entwurf einer weiblichen Kollegin hinterfragt den Status quo und etabliert ein alternatives Narrativ.
Zum 150. Geburtstag von Carl Gustav Jung
Carl Gustav Jung, meist kurz C. G. Jung, war einer der bekanntesten Schweizer Psychiater, wenn nicht sogar der Bekannteste. Er begründete die Analytische Psychologie und hätte morgen seinen 150. Geburtstag gefeiert, wäre er nicht 1961 verstorben. Anlässlich dieses Jubiläums werfen wir einen Blick zurück – nicht in Junges Leben, sondern auf das Jahr 1975, als er seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.
Zum 150. Todestag: Der Kartograf Guillaume Henri Dufour
Vor ziemlich genau 150 Jahren, am 14. Juli 1875, verstarb Guillaume Henri Dufour. Der Kartograf und erster General des modernen schweizerischen Bundesstaats war massgeblich an der Vermessung der Schweiz beteiligt, zu den bekanntesten Werken gehört die sogenannte „Dufourkarte“. Doch sein Wirken als Kartograf blieb nicht auf dieses eine Werk begrenzt.
Happy Birthday, Thomas Mann!
Vor 150 Jahren, am 6. Juni 1875, wurde Thomas Mann in Lübeck geboren. Seine Romane wie «Der Zauberberg» und «Doktor Faustus» faszinieren bis heute, ebenso Thomas Manns politisches Engagement für Freiheit und Demokratie. Erkunden Sie Leben und Werk des Schriftstellers auf den digitalen Plattformen des Thomas-Mann-Archivs.
Die Cometen: Hansjörg Egger
Hansjörg Egger kam in den 1970er Jahren zu Comet, in einer „goldenen Zeit“, wie er selbst sagt. Der Geist der „alten Hasen“ Hans Gerber, Jack Metzger und Björn Erik Lindroos war noch lebendig und die Fotografie erlebte eine letzte Blüte vor dem digitalen Zeitalter.