Hansruedi Scheller (1931–2007) war ein Schweizer Grafiker und Pionier der Signaletik. Ab etwa 1967 schuf er Beschriftungen, Bemalungen, Designs und Wegleitsysteme für rund 200 Grossbauten, von denen sich die meisten im Kanton Zürich befinden.
Architektur
Butzenscheiben – Von den klaren «venedisch schewen» zum farbenfrohen Jugendstil-Ornament
Wer mit offenen Augen durch Zürichs Gründerzeitviertel streift, entdeckt an den hier und da original erhaltenen Haustüren, Treppenhausfenstern und Wohnungstüren vielfach kleine, farbige Butzenscheiben zusammen mit anderen Glasarten in variantenreichen Bleiverglasungen. Im folgenden Beitrag geht es um dieses kleine, runde Detail und seine faszinierende, aber wenig bekannte Geschichte.
Die Villa Wesendonck – Ein architektonischer Knotenpunkt zwischen globalem Handelskapital, politischem Exil und der ETH-Geschichte
Betrachtet man das heutige Museum Rietberg im Zürcher Quartier Enge, so richtet sich der Blick meist auf die Sammlungen aussereuropäischer Kunst. Das Hauptgebäude jedoch, die Villa Wesendonck (Abb.1), repräsentiert eine andere, ähnlich globale Geschichte, die in den Handelsbeziehungen des europäischen Bürgertums verwurzelt ist.[1]
Adelheid Lange – Die erste Studentin an der Bauschule der ETH
Als erste Architekturstudentin der ETH Zürich gilt Flora Steiger-Crawford, die 1923 als erste Frau ihr Diplom erhielt. Doch bereits 1899 hatte die US‑Amerikanerin Adelheid Lange Frauen den Weg zum Studium an der Bauschule geebnet.
Architektonische Reimagination: Der Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig
In ihrem diesjährigen Beitrag für den Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig fragt das Architektinnen-Kollektiv Annexe: «Was wäre, wenn nicht Bruno Giacometti, sondern Lisbeth Sachs den Schweizer Pavillon entworfen hätte?». Die Überlagerung der bestehenden Pavillonarchitektur mit dem zeitgleich entstandenen Entwurf einer weiblichen Kollegin hinterfragt den Status quo und etabliert ein alternatives Narrativ.
Papst und Piazza – die barocken Brunnen Roms
Wieder einmal sind die Augen der Weltöffentlichkeit auf Rom und den Vatikan gerichtet. Die Päpste haben in den vergangenen Jahrhunderten nicht nur die Religion und Politik, sondern auch das Stadtbild Roms geprägt. Eindrucksvoll sichtbar wird dies an den barocken Brunnen der Stadt, die nicht nur Wasserspender und Kunstwerke, sondern auch Inszenierungen päpstlicher Macht sind.
Das Vestibül des Verwaltungsgebäudes der Zürich-Versicherung
«Von der Quaibrücke aus entdeckt man über die Bäume der Anlagen hin ein lang sich streckendes Gebäude, das sich, dem Hügel der Enge vorgelagert, durch besonders edle Architektur auszeichnet. […]
Die Kulturgütersammlung der ETH Zürich – Ein Blick in die Vergangenheit
Wer schon einmal eines der historischen Gebäude der ETH Zürich betreten hat, weiss, dass es an der ETH viel Kunst gibt. Die ETH Zürich besitzt eine sehr umfangreiche und historisch gewachsene Sammlung von Kulturgütern. Seit dem 1. Oktober 2014 ist die ETH-Bibliothek für die Betreuung dieser Sammlung und den Kulturgüterschutz zuständig.
Die Noppe im HIL – Eine kleine Materialgeschichte
In den frühen 1970er-Jahren konzipierten Max Ziegler und Eric Lanter das sogenannte Lehrgebäude für das Bauwesen (HIL) auf dem Campus Hönggerberg der ETH Zürich. Für die Bodenbeläge der stark frequentierten Bereiche wie Foyer, Treppenhäuser und Gänge zu den Hörsälen wählten sie einen schwarzen Kautschukbodenbelag mit Noppenstruktur.
Serendipity in orange: Die Ausstellungsvitrine des gta Archivs
Seit November 2023 steht im Eingangsbereich des Departements Architektur eine neue Ausstellungsvitrine. Sie besticht durch ihr Retrodesign der 1970er Jahre und ihre leuchtend orange Farbe. Aus dem Begleittext geht hervor, dass es sich um ein Originalobjekt handelt, das fünfzig Jahre zuvor – fast zeitgleich wie … Weiterlesen …