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Back to the Roots – Natürlich gewachsene Bauteile aus Holz

Äste und vor allem Astgabeln gelten in der Holzbranche gewöhnlich als Abfall; sie werden allenfalls für die Produktion von Pellets oder Gartenmulch verwertet. Für architektonische Zwecke bevorzugt man in der Regel gradwüchsiges Holz und verarbeitet es zu Schnittholz oder Holzwerkstoffen. Da Laubholz selten diesen Kriterien genügt, dient vor allem Nadelholz als Rohstoff für den Bau.

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Modell Guggenheim Museum in New York von Frank Lloyd Wright

Als Frank Lloyd Wrights Triumphzug durch Europa 1952 in Zürich Halt machte

Vom 2. Februar bis 9. März 1952 gastierte im Zürcher Kunsthaus die Wanderausstellung «Frank Lloyd Wright – Sixty Years of Living Architecture / 60 Jahre lebendige Architektur». Die Reportage von Comet Photo AG (Zürich) verewigt in achtzehn Einstellungen die offensichtliche Entdeckungsfreude, die die riesigen, fast überwältigenden Architekturmodelle beim Publikum auslösten. Heutigen Betrachtern dieser historischen Fotoserie wird der Kontrast zwischen dem avantgardistischen Aussehen von Wrights Gebäuden und der aus der Mode gekommenen Kleidung der Museumsbesucher und -besucherinnen nicht entgehen. Wenn man jedoch Kleidung als kulturelles Medium ernst nimmt – und nicht als anekdotische Ergänzung zum «eigentlichen» Bildinhalt – bietet sich hier gerade die Mode als gemeinsamer Nenner zwischen Architektur, Fotografie bzw. Fotojournalismus und persönlicher Imagepflege an. Die Beziehung zwischen der Moderne, die von Anfang an auf eine umfassende Lebensreform, ja sogar auf eine permanente Revolution nach dem Vorbild des technisch-wissenschaftlichen Innovationsprozesses abzielte, und der Mode war schon immer spannungsgeladen und von Widersprüchen geprägt. Solche Bildquellen, wie die der Wright-Ausstellung in Zürich 1952, sind unersetzlich, um die Geschichte der Architekturrezeption zu untersuchen.

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Aus dem Nähkästchen eines Erschliessungsprojekts

Das Erschliessungsprojekt FErETH wurde am 30. Juni 2022 beendet. In den letzten drei Jahren haben wir die Verwaltungsakten der ETH und des ETH-Rats archivisch erschlossen. Dies mag auf den ersten Blick äusserst trocken klingen und doch es waren oft die am eintönigsten Bestände, in welchen sich amüsante kleine Trouvaillen finden liessen. Zwei dieser Funde möchte ich hier präsentieren.

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Feature

Florenz’ zertrümmertes Herz

Die aufmerksamen Spaziergänger unterwegs durch Florenz mögen in der Nähe vom Ponte Vecchio über die moderne Anmutung der beiden heutigen Brückenkopfquartiere gestaunt haben. Diese bilden nämlich einen heftigen Kontrast zum übrigen Altstadtgefüge, das von historischer Kontinuität geprägt ist. Der Baubestand von Florenz ist eigentlich während des Zweiten Weltkrieges relativ unversehrt davongekommen. Die Zerstörungen sind auf die Verkehrsinfrastrukturen beschränkt geblieben, wenn auch mit verheerenden «Kollateralschäden». Eine Reportage aus den frühen 1950er Jahren im Bestand der Zürcher Presseagentur Comet Photo AG erlaubt, auf diese schmerzhaften Ereignisse zurückzublicken.

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Zürich

Ein poetisches Stadtinventar: Das „Zurich Project“ von Heinz Baumann

Das „Zurich Project“ des Comet-Fotografen Heinz Baumann entstand Mitte der 1990er Jahre. Baumann war zu dieser Zeit bereits nicht mehr bei Comet und arbeitete für das Schweizer Fernsehen als Kameramann für die Sendungen „Tagesschau“ und „10 vor 10“. In der Freizeit streifte er mit der Fotokamera durch die Stadt. Er wollte das Projekt einem namhaften Verlag in Zürich anbieten, aber dort sagte man ihm, die Idee komme zehn Jahre zu spät.

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Living Archive – Harald Naegeli in der Parkgarage der ETH Zürich

Über vierzig Jahre lang gehörte die ETH Parkgarage zu Harald Naegelis Lieblingsplätzen. Die ersten Sprayzeichnungen, die er hier machte, datieren aus den 1970er-Jahren. Die letzten entstanden 2019. Auch in den über dreissig Jahren, in denen der Sprayer von Zürich seinen Wohnsitz aus politischen Gründen nach Düsseldorf verlegt hatte, kehrte er auf seinen kürzeren oder längeren Stippvisiten in seine Vaterstadt immer wieder an diesen Ort – oder Unort – zurück, um neue Graffiti zu machen oder bereits vorhandene, etwas in die Jahre gekommene, aufzufrischen oder zu ergänzen.

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UNO-Gebäude New York

Alfred Hitchcock, die Architektur und das Set Design

Der berühmte Filmemacher Alfred Hitchcock (1889, London – 1980, Los Angeles) begann seine Karriere anfangs der 1920er Jahre als Schriftenmaler und Filmarchitekt, bevor er als eigentlicher Regisseur auftrat. Dieses Interesse für das Set Design und für die vielen handwerklichen Fertigkeiten, welche vom Publikum leicht «übersehen» werden, obwohl sie die Qualität des Endprodukts entscheidend beeinflussen, liessen ihn nie los.

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