In der Nacht vom 9. auf den 10. März 1871 protestierte eine wütende Menge von mehreren hundert Personen vor der Alten Tonhalle auf dem heutigen Sechseläutenplatz gegen eine Feier anlässlich des bevorstehenden deutschen Sieges im Deutsch-Französischen Krieg. Mitorganisiert wurde der Anlass von den beiden Polytechnikum-Professoren Gottfried Semper und Johannes Wislicenus. Der Ausbruch stürmischer Gewalt zwischen Anhängern der jungen französischen Republik und Deutschlandfreundlichen war Ausdruck der Folgen eines ungehemmten Nationalismus.
Zürich
Ein Ausdruck „lebendiger Physik“: Zur Weiterentwicklung des Quecksilberdampf-Gleichrichters in Zürich
Der Begriff «Kathodenfleck» beschreibt einen grün-blauen Lichtbogen, welcher bei starker elektrischer Ladung von Quecksilberdampf entsteht. Dieses Lichtspiel bildet sich im sogenannten Quecksilberdampf-Gleichrichter – ein Gerät, welches 1901 vom amerikanischen Ingenieur Peter Cooper-Hewitt entwickelt wurde. Die Funktion dieser Technologie ist es, Wechselstrom (AC) in Gleichstrom (DC) umzuwandeln, die elektrische Spannung also gleichzurichten.1 Ein solches Instrument befindet sich in der Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel und stellt den Ausgangspunkt wichtiger elektrotechnischer Fortschritte des 20. Jahrhunderts dar.
Serendipity in orange: Die Ausstellungsvitrine des gta Archivs
Seit November 2023 steht im Eingangsbereich des Departements Architektur eine neue Ausstellungsvitrine. Sie besticht durch ihr Retrodesign der 1970er Jahre und ihre leuchtend orange Farbe. Aus dem Begleittext geht hervor, dass es sich um ein Originalobjekt handelt, das fünfzig Jahre zuvor – fast zeitgleich wie … Weiterlesen …
Ein Stück Geschichte dem Auto geopfert
Wie Zürich für die Mobilität der Zukunft den Limmatraum für immer veränderte
Als «radikale Neuorganisation des Verkehrs» bezeichnete der Tages-Anzeiger im Mai 2022 die Idee des städtischen Tiefbauamtes, das Gebiet rund um den Zürcher Hauptbahnhof bis 2050 autofrei umzugestalten. Auch die Bahnhofsbrücke zwischen Central und Bahnhofquai soll dabei vom motorisierten Individualverkehr befreit werden. Während bürgerliche Politiker*innen skeptisch waren, lobte die linke Seite hingegen «die grosse Vision» für den Bahnhofsraum.
Joseph Wolfgang von Deschwanden und das Fahren mit Dampf – von Pioniertaten der Verkehrstechnik in der Schweiz
Vor mehr als 175 Jahren eroberten bedeutende Innovationen im Transportwesen die Schweiz. Neue technische Errungenschaften wurden bestaunt und bejubelt, sei es auf Schienen oder auf den Schweizer Seen. Joseph Wolfgang von Deschwanden, später Polytechnikumsdirektor, war für Expertisen gefragt, für Raddampfer und für die ersten Lokomotiven «Aare» und «Limmat» der Spanisch-Brötli-Bahn.
«hier ruht kein grosser ZÜRCHER»
Mitten in Zürich, versteckt zwischen Altstadthäusern, befindet sich der Brunnen Rosenhof. Die Inschrift auf der Brunnen-Skulptur stammt von niemand Geringerem als Max Frisch. Sie führt zurück in die politisch bewegten 1960er-Jahre.
Sammlung 3D – ein Theodolit für unterwegs
Ein Theodolit dient der Vermessung von Winkeln, etwa im Ingenieurwesen, der Architektur oder im Vermessungswesen. Bei diesem Theodoliten handelt es sich um einen Reise-Theodoliten aus dem Jahr 1899. Aufgrund seiner kleinen Grösse und des niedrigen Gewichts war er gut geeignet, um auf Exkursionen mitgetragen zu … Weiterlesen …
Sammlung 3D – ein Zürcher Vermessungskompass
Dieser Vermessungskompass, der auch dioptrische Prismenbussole genannt wird, kam 2020 mit rund 320 Vermessungsinstrumenten aus dem Institut für Geodäsie und Photogrammetrie in die Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel. Dioptrische Prismenbussole Die dioptrische Prismenbussole ist eine besondere Ausführung eines Kompasses, der ohne sichtbare Kompassnadel auskommt. Stattdessen richtet sich das … Weiterlesen …
Der Schüler im Himmel
Bereits als Jugendlicher verfasste Max Frisch, der später ein weltberühmter Dramatiker wurde, erste Theaterstücke.
«It may be possible that I am writing to a dead man.» – Zum 60. Todestag von Carl Gustav Jung
Als der Psychiater Carl Gustav Jung am 6. Juni 1961 verstarb, ging diese Information sehr schnell um die Welt. Jedoch die Wenigsten wissen, dass bereits 15 Jahre vor dem Tod von C.G. Jung im Jahr 1961 über diesen berichtet wurde.