Die Oldtimer-Rallye zum Gedenken an Paul Jaray 1975 in Weinfelden

Im Juli 1975 organisierte der im selben Jahr gegründete Oldtimer-Club Ostschweiz (OCO) in Weinfelden eine Gedenkfahrt zu Ehren des Ingenieurs und Aerodynamikpioniers Paul Jaray. 50 Fahrzeuge der Jahrgänge 1905 bis 1940 mit ca. 100 Personen nahmen an der Fahrt teil, die in 40 Kilometern durch den Kanton Thurgau führte. Im September 1974 war Paul Jaray in St. Gallen verstorben. Seit 1923 hatte der in Wien geborene Maschinenbauer in der Schweiz gelebt und sich über Jahrzehnte mit der perfekten Stromlinienform der Automobilkarosserie beschäftigt. Unter den Gästen der Gedenkfahrt befanden sich auch prominente Vertreter der ETH wie der Ingenieur und Professor für Werkstoffkunde Eduard Amstutz sowie der ehemalige Direktor der ETH-Bibliothek Jean-Pierre Sydler.

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Schweizer Grönlandexpedition 1912: Gletscherpanorama am Eqi und Rückreise der Westgruppe

In diesem Beitrag möchte ich die Forschungsreise der Schweizer in Beziehung zu kolonialen Aneignungen mithilfe des Elements Wasser setzen. In der Arktis führen die Verkehrswege über das Meer und durch die Fjorde. Einige der Routen führten 1912 zu Fangplätzen, die gerade dank Nährstoffeintrag von Gletscherabbruch und Fliesswasser genügend artenreich gewesen sein dürften, um für die Bewohner den Weg ins Jagdgebiet lohnenswert zu machen. Wie benutzten dagegen die Grönlandreisenden den Wasserraum und wie nahmen sie den Umgang der Inuit damit wahr? Am Ende eines solchen Fjordarms lag der von der Westgruppe untersuchte Ekip Sermia, auch Eqi-Gletscher genannt.
Es ist ein bemerkenswerter Glücksfall der Überlieferung, dass das Panorama des 1912 photogrammetrisch dokumentierten Gletschers in herausragender Fotoqualität rekonstruiert werden konnte. Doch in welchem Kontext entstand die Aufnahme?

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Raumplanung und Dichtestress anno 1945

Räumliche Verdichtung und Bevölkerungswachstum beschäftigen die Schweiz nicht erst seitdem die Schweizerische Volkspartei das Thema in ihrem Wahlkampf zum ständigen Politikum erheben und wirksam auszuschlachten versteht. Nein, die Angst vor zu vielen Menschen und zu vielen Häusern wohnt den Schweizerinnen und Schweizern spätestens seit der Industrialisierung und dem rasanten Städtewachstum des 19. Jahrhunderts inne. Besonders virulent wurde das Thema nach dem Zweiten Weltkrieg, als eine gefühlt ungebremste Bautätigkeit der Schweiz ihren Wiedererkennungswert zu nehmen drohte. Städteplaner und Geographen entwickelten Planungsinstrumente, um die Bodennutzung nach einheitlichen Kriterien zu organisieren. Der Schweizer Architekt Rolf Meyer-von Gonzenbach war einer der prägenden Figuren der schweizerischen Landesplanung der Nachkriegszeit.

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Zwischen Gletscher und Glas: Die Fotodokumente der Schweizer Grönlandexpedition 1912/13

Vor der Unterkunft der Schweizerischen Grönlandexpedition in Sisimiut standen im Mai 1912 Blechbüchsen und Holzkisten. Ein Schneezipfel beherbergte die leeren Schlitten, die akurat aufgereiht genau wie die Skis an der Hauswand ihrer Verwendung entgegensahen. Es muss bald nach der Ankunft in Sisimiut gewesen sein, als die sieben Expeditionsteilnehmer an ersten Etappenzielen Touren absolviert und die allermeisten Instrumente erprobt hatten. Gewonnene Einsichten manifestierten sich, lange erhoffte Ereignisse warteten noch auf dem Weg der Ost- und der Westgruppe der Küste entlang nach Norden.
Mitgeführt wurden unter anderem Apparate und Behältnisse voller Negativmaterial für eine exklusive Fotodokumentation.
Wir möchten im Folgenden auf einige Kameraausrüstungen hinweisen und den Spielraum betrachten, der sich 1912 den Akteuren der Expedition in fotografischer Hinsicht bot.

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‹Schweizerische Grönlandexpedition› 1912/13. Zur Schweizer Erstkartografierung eines dänischen Kolonialraums

Im April 1912 brachen sieben Wissenschaftler unter der Leitung des Schweizer Forschers Alfred de Quervain (1879–1927) zur rund vierzehnmonatigen ‹Schweizerischen Grönlandexpedition› auf. Nach dem gescheiterten ersten Anlauf im Jahr 1909 sollte nun bei diesem zweiten Versuch die Erstüberquerung des Inlandeises bis zur Ostküste Grönlands und deren Erstkartografierung gelingen. Das Gebiet im Osten Grönlands heisst bis heute ‹Schweizerland›. Im Anschluss an diese Expedition im kolonialen Kontext erhielt de Quervain im Jahr 1915 eine Titularprofessur an der ETH Zürich.

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Moderne Schädlingsbekämpfung und die vielen Gesichter des Multilateralismus: Vittorio Delucchis Leben im Übergang

Als der Entomologe Vittorio Delucchi im Januar 1968 die ETH betrat, war es eine Heimkehr; eine, für die man ihm einen roten Teppich bis nach Rom ausgerollt hatte. Der Tessiner widmete seine Forschungskarriere der Idee, Schädlinge mit anderen Schädlingen zu bekämpfen. Er war ein Pionier dieser Methode, die sich zur Zeit seines Wirkens als Alternative zur chemischen Schädlingsbekämpfung etablierte.[i] Delucchi war als Gründer des Instituts für Phytomedizin und langjähriger Professor eine wichtige Figur an der ETH. Seine frühe Karriere verbrachte er allerdings beim Commonwealth Institute of Biological Control (CIBC) und der Food and Agriculture Organisation (FAO) der UN. Auch darüber hinaus und danach bewegte er sich in einem sehr internationalen Umfeld. Delucchi war Mitgründer der International Organisation for Biological Control und arbeitete in zahlreichen Ländern, häufig in Nord- und Westafrika.[ii] In der entomologischen Sammlung der ETH liegt die unveröffentlichte Autobiografie des Insektenforschers. Sie erlaubt einen Rückblick auf eine ergiebige Wissenschaftskarriere, aber auch Einblicke in die Ambivalenz der Intervention von multilateralen Organisationen im Zeitalter der Dekolonisierung.

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The Evidence for Easter – oder was man sonst so im Hochschularchiv findet

Im Hochschularchiv der ETH Zürich werden über fünfzehntausend Bestände von Privatpersonen mit ganz unterschiedlichem Inhalt aufbewahrt. Einer davon ist der Bestand Hs 1405, der Fremdmanuskripte umfasst, die von Carl Alfred Meier gesammelt wurden. C. A. Meier war ein Schweizer Psychiater und Psychologe sowie ein enger Freund von Carl Gustav Jung.

In diesem Bestand finden sich unter anderem zwei Manuskripte von Samuel MacLean Gilmour zum Osterglauben: „The Evidence for Easter” (Hs 1405:90) und „Theology and Psychology of the Easter Faith” (Hs 1405:91).

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