Christian Menn gilt als einer der renommiertesten Brückeningenieure der Schweiz. In der Zeit, in welcher sich der Betonbau intensivierte und die Schweiz ihr Autobahnnetz ausbaute, verortet sich Menn in der Tradition von Robert Maillart in der Verfolgung grösserer Spannweiten durch Vorspanntechnik. Er leitete in Chur ab 1957 ein eigenes Ingenieurbüro und entwarf innovative Konzepte. 1971 nahm er eine Professur für Baustatik und Konstruktion an der ETH Zürich an, wo er bis ins Jahr 1992 lehrte. Menns Projekte ordnen sich einem Schweizer Funktionalismus zu, welcher Schlichtheit, Funktionalität und Ästhetik vereint. Zwei Modelle von Brücken befinden sich in der Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel.
SAMMLUNG WISSENSCHAFTLICHER INSTRUMENTE UND LEHRMITTEL
Material Matters – Der Versuch einer Elfenbein-Analyse
In der Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel befinden sich einige Objekte mit Bestandteilen aus Elfenbein, Mahagoni oder Teak. Diese Materialien stammen meist aus ehemaligen Kolonien. Doch um mit Sicherheit sagen zu können, woher die Materialien genau kommen, bedarf es chemischer Analysen. Diese sind aber meist … Weiterlesen …
Ein Reaktor-Simulator aus den Anfängen der Schweizer Kernforschung
«Wenn der Nationalrat in Bern zustimmt (…) brauchen wir keine Stauseen mehr!» Das aus einem 1945 veröffentlichten Zeitungsartikel stammende Zitat über den Bau von eigenen Atomkraftwerken verdeutlicht die grossen Hoffnungen, die während der Nachkriegsjahre in die neue Energieforschung gesetzt wurden.[1] Seit Juli 2024 befindet sich im Depot der Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel der ETH-Bibliothek ein Reaktor-Simulator aus dieser Anfangszeit der Schweizer Kernforschung.
Ein Ausdruck „lebendiger Physik“: Zur Weiterentwicklung des Quecksilberdampf-Gleichrichters in Zürich
Der Begriff «Kathodenfleck» beschreibt einen grün-blauen Lichtbogen, welcher bei starker elektrischer Ladung von Quecksilberdampf entsteht. Dieses Lichtspiel bildet sich im sogenannten Quecksilberdampf-Gleichrichter – ein Gerät, welches 1901 vom amerikanischen Ingenieur Peter Cooper-Hewitt entwickelt wurde. Die Funktion dieser Technologie ist es, Wechselstrom (AC) in Gleichstrom (DC) umzuwandeln, die elektrische Spannung also gleichzurichten.1 Ein solches Instrument befindet sich in der Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel und stellt den Ausgangspunkt wichtiger elektrotechnischer Fortschritte des 20. Jahrhunderts dar.
Dekolonialisierung von Sammlungen und Archiven? – Ein Versuch aus der Praxis
Sonnenuhren, Reisetagebücher, Fotografien sowie Karten, Drucke aber auch Gesteine, Insekten, Tier- und Pflanzenpräparate befinden sich in den Sammlungen und Archiven der ETH Zürich. In dieser heterogenen Sammlungslandschaft spiegeln sich die vielfältigen kolonialen Verflechtungen der Schweiz wider.
Mit der ganzen Welt verbunden
„Von hier aus stehen wir in Kontakt mit Berlin und der ganzen Welt“, erklärt Gräfin Ilse von Hausner ihrer neu angeworbenen Agentin und Rotkreuz-Schwester Johanna Gabathuler in der Spionageserie Davos 1917. Im Hintergrund tickt ein Morseapparat, auf einem Papierstreifen werden die codierten Nachrichten übermittelt. … Weiterlesen …
Ein Bienenbein für die Landi 1939
1939 fand die vierte schweizerische Landesausstellung in Zürich statt. Die «Landi» war ein voller Erfolg. Ausgestellt wurde damals auch ein motorisiertes Bein einer Honigbiene, welches eigens dafür hergestellt wurde.
Sammlung 3D – der Absteckungstheodolit aus dem Lötschbergtunnel
Für die innere Absteckung eines Tunnels wird ein Absteckungstheodolit verwendet. Dieser Theodolit, der nun als 3D-Modell vorliegt, wurde für die Absteckung des Lötschbergtunnels verwendet. Vom 25. August bis 8. September 1906 – im gleichen Jahr, in dem der Simplontunnel eröffnet wurde – führte Th. Mathys … Weiterlesen …
Sammlung 3D – ein Tellurium für die Schule
Das Tellurium ist Bestandteil der Sammlung Sternwarte. Angelegt wurde diese von Rudolf Wolf (1816-1893). Er war Professor für Astronomie, Leiter der Semper-Sternwarte, Direktor der Bibliothek des Polytechnikums (heute ETH) und Sammler astronomischer Instrumente. Die Sammlung wurde von seinen Nachfolgern Alfred Wolfer und William Otto Brunner … Weiterlesen …
Sammlung 3D – astronomisches Besteck aus dem 16. Jh.
Das sogenannte astronomische Taschenbesteck stammt aus dem 16. Jh. Es wurde 1583 von Johannes Krabbe gefertigt und gehört damit zu den ältesten Objekten in unserer Sammlung. Sonnenuhr oder astronomisches (Taschen)besteck? Das Objekt gehört zur Sammlung Sternwarte, die von Rudolf Wolf (1816-1893) angelegt wurde. Zwar schreibt … Weiterlesen …