Butzenscheiben – Von den klaren «venedisch schewen» zum farbenfrohen Jugendstil-Ornament

Wer mit offenen Augen durch Zürichs Gründerzeitviertel streift, entdeckt an den hier und da original erhaltenen Haustüren, Treppenhausfenstern und Wohnungstüren vielfach kleine, farbige Butzenscheiben zusammen mit anderen Glasarten in variantenreichen Bleiverglasungen. Im folgenden Beitrag geht es um dieses kleine, runde Detail und seine faszinierende, aber wenig bekannte Geschichte.

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Schweizer Grönlandexpedition 1912: Gletscherpanorama am Eqi und Rückreise der Westgruppe

In diesem Beitrag möchte ich die Forschungsreise der Schweizer in Beziehung zu kolonialen Aneignungen mithilfe des Elements Wasser setzen. In der Arktis führen die Verkehrswege über das Meer und durch die Fjorde. Einige der Routen führten 1912 zu Fangplätzen, die gerade dank Nährstoffeintrag von Gletscherabbruch und Fliesswasser genügend artenreich gewesen sein dürften, um für die Bewohner den Weg ins Jagdgebiet lohnenswert zu machen. Wie benutzten dagegen die Grönlandreisenden den Wasserraum und wie nahmen sie den Umgang der Inuit damit wahr? Am Ende eines solchen Fjordarms lag der von der Westgruppe untersuchte Ekip Sermia, auch Eqi-Gletscher genannt.
Es ist ein bemerkenswerter Glücksfall der Überlieferung, dass das Panorama des 1912 photogrammetrisch dokumentierten Gletschers in herausragender Fotoqualität rekonstruiert werden konnte. Doch in welchem Kontext entstand die Aufnahme?

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Von «Flysch» und Falten: Bernhard Studer und die Geologie der Alpen

Wer einen Blick auf frühe geologische Karten der Schweiz wirft, blickt damit auch auf die Geburtsstunde der modernen Alpengeologie. Ein interessantes Werk ist dabei die geologische Karte der Stockhornkette von 1827, erstellt vom Berner Geologen Bernhard Studer. Dieser bereicherte die wachsende geologische Terminologie auch gleich noch mit Simmentaler Dialekt.

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Die Schweizer Bier-Idee – Eintauchen ins Archiv des Brauerei-Verbands

Wasser, Malz, Hopfen und Hefe – und eine volle «Maß» Schweizer Wirtschaftsgeschichte: Das historische Archiv des 1877 gegründeten Schweizer Brauerei-Verbands SBV umfasst Schrift- und Bildquellen von der Gründungszeit bis in die Gegenwart. Sie lassen tief in die Branchengeschichte blicken und dokumentieren den Weg vom kartellierten «Schweizer Bier» bis zur heutigen wettbewerbsorientierten Vielfalt mit unzähligen Kleinbrauereien und wenigen Grosskonzernen.

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‹Schweizerische Grönlandexpedition› 1912/13. Zur Schweizer Erstkartografierung eines dänischen Kolonialraums

Im April 1912 brachen sieben Wissenschaftler unter der Leitung des Schweizer Forschers Alfred de Quervain (1879–1927) zur rund vierzehnmonatigen ‹Schweizerischen Grönlandexpedition› auf. Nach dem gescheiterten ersten Anlauf im Jahr 1909 sollte nun bei diesem zweiten Versuch die Erstüberquerung des Inlandeises bis zur Ostküste Grönlands und deren Erstkartografierung gelingen. Das Gebiet im Osten Grönlands heisst bis heute ‹Schweizerland›. Im Anschluss an diese Expedition im kolonialen Kontext erhielt de Quervain im Jahr 1915 eine Titularprofessur an der ETH Zürich.

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Bürgerliches Sammeln und Wissensproduktion: Heinrich Eschers Kassabuch

Mit der von Heinrich Escher-Zollikofer (1776–1853) zusammengetragenen Insektensammlung nahm die entomologische Sammlung der ETH Zürich ihren Anfang. Die Entomologie, auch Insektenkunde genannt, ist ein Teilgebiet der Zoologie.[1] Als Kaufmann aus einer einflussreichen Zürcher Familie und Vater des späteren ETH-Mitgründers Alfred Escher verband er während und nach seinen Reisen nach Nordamerika Unternehmertum mit naturkundlicher Sammelleidenschaft. Neben tausenden sorgfältig konservierten Schmetterlingen und Käfern befindet sich im Archiv eine weitere Quelle, die einiges über das bürgerliche Sammeln des frühen 19. Jahrhunderts verrät, nämlich Heinrich Eschers Kassabuch. In den 1820er-Jahren notierte Heinrich Escher, wieviel er für einzelne Käfer- und Schmetterlingspräparate bezahlte, von wem er sie erwarb und woher die Objekte stammen oder über welchen Weg die Objekte in die Sammlung kamen.[2] Damit ist das Kassabuch mehr als eine reine Auflistung von Ausgaben. Es offenbart ein Netzwerk von Händlern, Sammlern und Naturforschern, macht die ökonomischen Aspekte des Sammelns sichtbar und zeigt, welche Bedeutung Insektenpräparate im bürgerlichen Milieu der damaligen Zeit hatten.

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«Am Anfang war das Bergsteigen!» – Zum 40. Todestag von Eduard Imhof

Kaum ein anderer ETH-Professor prägte sein Fachgebiet wie Eduard Imhof. Am Montag jährt sich der Todestag des Kartografen, der durch seine wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen die Schweizer Kartografie veränderte und mit seiner engagierten Lehrtätigkeit manche seiner Schüler für diese begeisterte.

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Als Westgruppe am Eisrand. Was 1912 drei Forscher in Grönland motivierte

Die Schweizerische Grönlandexpedition startete am 20. Juni 1912 am Rand des Gletschers Eqip Sermia ins Innere des grönländischen Eisschilds. Alle sieben Grönlandreisenden und fünf Inuit, begleitet von 29 Hunden, zogen und hievten auf 600 m über Meer drei volle Schlitten und sich selbst das ansteigende, unebene Eis hinauf. Eine geballte Ladung Schub für die erfolgreiche Bewältigung der Hunderte Kilometer langen Strecke bis Ostgrönland. Die vierköpfige Ostgruppe unter der Leitung von Alfred de Quervain war dadurch und dank ausgezeichneter Vorbereitung optimal positioniert und nahm die Querung unter die Füsse bzw. Kufen.
Nicht Teil des Teams waren die drei Mitglieder der Westgruppe. Ihnen ist der folgende Beitrag gewidmet.

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