Karten zeigen einzigartig auf, wie sich Städte und Orte im Laufe der Zeit vergrössert haben und gewachsen sind. Panoramen lassen hingegen einen Einblick zu, wie sich ein ganzes Stadtbild im Laufe der Jahre verändern kann. So ermöglicht uns ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk die Stadt Zürich zu erkunden, wie sie vor 200 Jahren ausgesehen hat.
*Bestände
«Über die Aufgaben und die Organisation internationaler mathematischer Kongresse»
«Hochgeehrte Versammlung! Im Namen des vorbereitenden Komitees habe ich die Ehre, einige Worte über die Aufgaben und die Organisation der internationalen Mathematikerkongresse an Sie zu richten. Sie werden natürlich nicht erwarten, dass wir jetzt schon mit einem bis in Einzelne ausgearbeiteten Programme vor Sie hintreten. Handelt es sich doch heute nur darum, den Grund zu legen zu einem Werke, dessen Früchte erst die Zukunft zeitigen kann. Dieser Zukunft aber dürfen wir vertrauensvoll entgegenblicken. […] dazu berechtigt uns insbesondere die stattliche Versammlung, die sich heute in der Aula des eidgenössischen Polytechnikums zusammengefunden hat.» (Ferdinand Rudio, «Über die Aufgaben und die Organisation internationaler mathematischer Kongresse», Zürich 1897)
Ein Fest der Farbe
Rund hundert Jahre vor den heute bekannteren Farbenlehren von Albert Munsell oder Michel-Eugène Chevreul, führte der französische Seidenhändler Gaspard Grégoire ein Farbordnungssystem ein, das auf den Farbattributen Farbton, Farbsättigung und Helligkeit basierte.
Das Leben nach Theresienstadt: Emma und Martha Einhorns Geschichte
Der Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF) richtete 1948 das Altersheim «Les Berges du Léman» in Vevey ein. Dort wohnten Jüdinnen und Juden, die nach dem Zweiten Weltkrieg ein Bleiberecht in der Schweiz erhalten hatten – so auch die Schwestern Emma und Martha Einhorn. 1945 aus dem Ghetto Theresienstadt in die Schweiz gerettet, lebten sie bis an ihr Lebensende im jüdischen Altersheim.
Architektonische Reimagination: Der Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig
In ihrem diesjährigen Beitrag für den Schweizer Pavillon an der Biennale von Venedig fragt das Architektinnen-Kollektiv Annexe: «Was wäre, wenn nicht Bruno Giacometti, sondern Lisbeth Sachs den Schweizer Pavillon entworfen hätte?». Die Überlagerung der bestehenden Pavillonarchitektur mit dem zeitgleich entstandenen Entwurf einer weiblichen Kollegin hinterfragt den Status quo und etabliert ein alternatives Narrativ.
Entgletscherung – Die Vermessung des Eises
Die Gletscher schmelzen. Und zwar schon lange. Wie sehr, das wird seit mehr als 150 Jahren akribisch vermessen.
Die neue Ausstellung im extract führt durch die lange Geschichte der Gletscherforschung – von alten Mythen über die ersten Messungen bis zur modernen Glaziologie an der ETH Zürich.
Zum 150. Geburtstag von Carl Gustav Jung
Carl Gustav Jung, meist kurz C. G. Jung, war einer der bekanntesten Schweizer Psychiater, wenn nicht sogar der Bekannteste. Er begründete die Analytische Psychologie und hätte morgen seinen 150. Geburtstag gefeiert, wäre er nicht 1961 verstorben. Anlässlich dieses Jubiläums werfen wir einen Blick zurück – nicht in Junges Leben, sondern auf das Jahr 1975, als er seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.
Zum 150. Todestag: Der Kartograf Guillaume Henri Dufour
Vor ziemlich genau 150 Jahren, am 14. Juli 1875, verstarb Guillaume Henri Dufour. Der Kartograf und erster General des modernen schweizerischen Bundesstaats war massgeblich an der Vermessung der Schweiz beteiligt, zu den bekanntesten Werken gehört die sogenannte „Dufourkarte“. Doch sein Wirken als Kartograf blieb nicht auf dieses eine Werk begrenzt.
Gerollt und gepickelt – Von Dracheköpfen und verlinkten Entitäten
John Hill (1714–1775) veröffentlichte 1752 das dreibändige Werk A General Natural History Or, New and Accurate Descriptions of the Animals, Vegetables, and Minerals of the Different Parts of the World (→ Digitalisat auf e-rara). Der dritte Teil des Werks, The History of Animals, behandelt das Tierreich, angefangen bei den Animalcules, über die Insekten (unterteilt in diejenigen ohne Flügel, geflügelte und nackte), zu den Schalentieren, Fischen und Vögeln bis hin zu den Quadrupeds, den Vierbeinern.
Arnold Heims Reise nach Bali
Die indonesische Insel Bali gilt heute als Inbegriff eines „tropischen Paradieses“, die bei Backpacker:innen, Digital Nomads und Luxusurlauber:innen gleichermassen beliebt ist. Doch die Insel war bereits einige Jahrzehnte zuvor eine beliebte Reisedestination. Schon 1939 besuchte der Schweizer Geologe und Naturforscher Arnold Heim Bali und hielt seine Eindrücke in Reisetagebüchern fest.