Der Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF) richtete 1948 das Altersheim «Les Berges du Léman» in Vevey ein. Dort wohnten Jüdinnen und Juden, die nach dem Zweiten Weltkrieg ein Bleiberecht in der Schweiz erhalten hatten – so auch die Schwestern Emma und Martha Einhorn. 1945 aus dem Ghetto Theresienstadt in die Schweiz gerettet, lebten sie bis an ihr Lebensende im jüdischen Altersheim.
Zweiter Weltkrieg
Schweizer Frontisten in der Waffen-SS
Ab den frühen 1930er Jahren sammelten sich rechtsextreme Kräfte in der Schweiz in der Frontenbewegung, welche sich stark am nationalsozialistischen Vorbild orientierte. Nach Anfangserfolgen verlor die Bewegung sukzessive an Bedeutung und geriet durch behördliche Verbote unter Druck. Einzelne Unbeirrbare schlossen sich der Waffen-SS an und zogen an deutscher Seite in den Krieg.
Jüdische Hilfe für jüdische Geflüchtete
Seit dem Zweiten Weltkrieg unterstützt der Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen / Flüchtlingshilfen (VSJF) jüdische Geflüchtete in der Schweiz. Das Archiv des VSJF befindet sich seit 1997 im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich (AfZ). Nach einem kurzen Abriss der Geschichte des VSJF wird der Bestand im AfZ vorgestellt. Abschliessend werden zwei miteinander verbundene Flüchtlingsschicksale vertieft angeschaut.
Sammlung 3D – eine C-35 im Zürcher Windkanal
Dieses Flugzeugmodell stammt aus dem ehemaligen Institut für Aerodynamik. Rund 430 Objekte, darunter weitere Flugzeugmodelle und andere aerodynamischen Forschungsmodelle, wurden 2019 an die Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel übergeben. Viele dieser Objekte wurden entweder im grossen Windkanal oder im Überschallkanal, für den das Institut weltweite … Weiterlesen …
Vier vermisste Studenten im Zweiten Weltkrieg
Am 10. Juli 1940 bat das Rektorat der ETH das Internationale Rote Kreuz in Genf um Hilfe bei der Lokalisation von vier holländischen Studenten. Nachdem die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 in die Niederlande einmarschiert war und diese besetzte, vermisste die ETH die Studierenden Cornelissen, … Weiterlesen …
Als Thomas Mann an der ETH sprach
Seine erste Europareise nach dem Zweiten Weltkrieg führte Thomas Mann im Jahr 1947 aus dem amerikanischen Exil auch nach Zürich. Im Auditorium Maximum der Eidgenössischen Technischen Hochschule richtete er sich an die Studierenden der Stadt.
Florenz’ zertrümmertes Herz
Die aufmerksamen Spaziergänger unterwegs durch Florenz mögen in der Nähe vom Ponte Vecchio über die moderne Anmutung der beiden heutigen Brückenkopfquartiere gestaunt haben. Diese bilden nämlich einen heftigen Kontrast zum übrigen Altstadtgefüge, das von historischer Kontinuität geprägt ist. Der Baubestand von Florenz ist eigentlich während des Zweiten Weltkrieges relativ unversehrt davongekommen. Die Zerstörungen sind auf die Verkehrsinfrastrukturen beschränkt geblieben, wenn auch mit verheerenden «Kollateralschäden». Eine Reportage aus den frühen 1950er Jahren im Bestand der Zürcher Presseagentur Comet Photo AG erlaubt, auf diese schmerzhaften Ereignisse zurückzublicken.
Die ETH als eine Art Unterabteilung der Fremdenpolizei? – Der Streit zwischen einem Nobelpreisträger und der ETH
Kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs reist Wolfgang Pauli für eine Gastprofessur nach Princeton. Während des Aufenthalts in den USA kommt es zu wachsenden Auseinandersetzungen zwischen der ETH Zürich und dem theoretischen Physiker.
Amputieren im Akkord – Schweizer Ärztemissionen an der deutschen Ostfront 1941-1943
Am 22. Juni 1941 eröffnete Deutschland einen überfallmässigen Angriffskrieg gegen Sowjetrussland und erzielte innert kurzer Zeit gewaltige Gebietsgewinne. Germanophile Kreise in der Schweiz um Oberstdivisionär Eugen Bircher und den Schweizer Gesandten Hans Fröhlicher in Berlin lancierten die Idee, als Geste des guten Willens gegenüber dem «Dritten Reich» eine freiwillige Ärztemission an die deutsche Ostfront zu entsenden. Aus Neutralitätsgründen kam eine offizielle Trägerschaft nicht infrage. Deshalb wurde eigens ein Komitee für Hilfsaktionen unter dem Patronat des Schweizerischen Roten Kreuzes geschaffen.
«Nicht assimilierbar»: Die erfolglose Einbürgerung Wolfgang Paulis
Wolfgang Pauli ist 1938, zum Zeitpunkt des Anschlusses seiner Heimat Österreich an das Dritte Reich, bereits seit zehn Jahren ordentlicher Professor für theoretische Physik an der ETH Zürich. Eine Übernahme der deutschen Staatsbürgerschaft kommt für ihn nicht infrage. Er bewirbt sich deshalb in der Schweiz um seine Einbürgerung.