Die Oldtimer-Rallye zum Gedenken an Paul Jaray 1975 in Weinfelden

Im Juli 1975 organisierte der im selben Jahr gegründete Oldtimer-Club Ostschweiz (OCO) in Weinfelden eine Gedenkfahrt zu Ehren des Ingenieurs und Aerodynamikpioniers Paul Jaray. 50 Fahrzeuge der Jahrgänge 1905 bis 1940 mit ca. 100 Personen nahmen an der Fahrt teil, die in 40 Kilometern durch den Kanton Thurgau führte. Im September 1974 war Paul Jaray in St. Gallen verstorben. Seit 1923 hatte der in Wien geborene Maschinenbauer in der Schweiz gelebt und sich über Jahrzehnte mit der perfekten Stromlinienform der Automobilkarosserie beschäftigt. Unter den Gästen der Gedenkfahrt befanden sich auch prominente Vertreter der ETH wie der Ingenieur und Professor für Werkstoffkunde Eduard Amstutz sowie der ehemalige Direktor der ETH-Bibliothek Jean-Pierre Sydler.

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Raumplanung und Dichtestress anno 1945

Räumliche Verdichtung und Bevölkerungswachstum beschäftigen die Schweiz nicht erst seitdem die Schweizerische Volkspartei das Thema in ihrem Wahlkampf zum ständigen Politikum erheben und wirksam auszuschlachten versteht. Nein, die Angst vor zu vielen Menschen und zu vielen Häusern wohnt den Schweizerinnen und Schweizern spätestens seit der Industrialisierung und dem rasanten Städtewachstum des 19. Jahrhunderts inne. Besonders virulent wurde das Thema nach dem Zweiten Weltkrieg, als eine gefühlt ungebremste Bautätigkeit der Schweiz ihren Wiedererkennungswert zu nehmen drohte. Städteplaner und Geographen entwickelten Planungsinstrumente, um die Bodennutzung nach einheitlichen Kriterien zu organisieren. Der Schweizer Architekt Rolf Meyer-von Gonzenbach war einer der prägenden Figuren der schweizerischen Landesplanung der Nachkriegszeit.

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Erinnerungen an den Zürcher Tonhallekrawall vom 9. März 1871

In der Nacht vom 9. auf den 10. März 1871 protestierte eine wütende Menge von mehreren hundert Personen vor der Alten Tonhalle auf dem heutigen Sechseläutenplatz gegen eine Feier anlässlich des bevorstehenden deutschen Sieges im Deutsch-Französischen Krieg. Mitorganisiert wurde der Anlass von den beiden Polytechnikum-Professoren Gottfried Semper und Johannes Wislicenus. Der Ausbruch stürmischer Gewalt zwischen Anhängern der jungen französischen Republik und Deutschlandfreundlichen war Ausdruck der Folgen eines ungehemmten Nationalismus.

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Zum 70. Todestag von Albert Einstein

Heute vor 70 Jahren starb Albert Einstein an einem geplatzten Aneurysma im Bauch. Eine dazumal experimentelle Behandlung lehnte er ab. Es sei geschmacklos, das Leben künstlich verlängern zu wollen. Nun sei es Zeit, zu gehen, denn er habe erreicht, was er wollte. Der mitunter als bedeutendster Physiker der Geschichte bezeichnete gebürtige Ulmer verband einen entzauberten Pragmatismus mit viel (Selbst-)ironie und einer teils an Masslosigkeit grenzenden Selbstsicherheit.

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«…dass noch andere grosse Hebel die Welt bewegen…»: Die Debatte um die «Hülfswissenschaften» am Polytechnikum im Jahr 1860

1855 nahm das eidgenössische Polytechnikum in Zürich seinen Lehrbetrieb auf. Dass es nicht wie ursprünglich angedacht zur Gründung sowohl eines Polytechnikums als auch einer eidgenössischen Universität kam, war den Kosten geschuldet. Schon fünf Jahre nach der Gründung entbrannte im Jahr 1860 im Schweizerischen Schulrat eine Debatte darüber, was der Stellenwert von geisteswissenschaftlichen Fächern im Lehrplan des Polytechnikums sein sollte.

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Zürich, Eth Zürich, Hauptgebäude (hg), Hauptbibliothek, Lesesaal

Streifzüge durch die Geschichte der ETH-Bibliothek

Mit dem bevorstehenden Abschluss des Umbaus von Foyer und Info-Center lohnt sich ein kursorischer Rückblick auf die Veränderungen, welche die ETH-Bibliothek in den Jahren ihres Bestehens seit 1855 durchlaufen hat. Bibliothek und Lesezimmer eröffneten am 7. Januar 1856. Nach vielen Provisorien zog die Bibliothek 1863 … Weiterlesen …

Ruzicka, Leopold (1887 1976) Im Grossen Hörsaal Für Chemie

Die «Poldi-Feier» 1947: Leopold Ruzickas 60. Geburtstag

1947 wurde der jugoslawisch-schweizerische Chemiker Leopold Ruzicka 60 Jahre alt. Der Experte auf dem Gebiet der Polymethylene und höheren Terpenverbindungen wurde 1939 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Ende des zweiten Weltkrieges exponierte er sich als Gründer des «Schweizerisch-jugoslawischen Hilfskomitees» zur Unterstützung der Kriegsversehrten und Bedürftigen nach den Verheerungen der Partisanenkriege. Ruzicka war bereits vielfacher Ehrendoktor, weltberühmt und hochangesehen. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere schien es angebracht, auf seine Leistungen zurückzublicken, mit einer gehörigen Prise Humor.

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Die Militärakademie der ETH Zürich

Die Einführung eines militärwissenschaftlichen Unterrichts am Eidgenössischen Polytechnikum wurde erstmals im Entwurf des Bundesrates von 1851 erwähnt. Dieser Entwurf wurde jedoch vom Parlament und von der Hochschulkommission abgelehnt. Drei Jahre später wurde ein Gesuch der Schweizerischen Militärgesellschaft um Errichtung eines Lehrstuhls für Kriegswissenschaften am Polytechnikum erneut zurückgewiesen. Als das Eidgenössische Polytechnikum 1855 gegründet wurde, gab es somit keine militärwissenschaftliche Abteilung.

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Innenkolonisation im Wägital

Zwischen 1921 und 1924 wurde im ausserschwyzerischen Wägital ein Stausee aufgestaut. Eine 111 Meter hohe Gewichtsstaumauer hält seither das Wasser im Talkessel zurück und ermöglicht die Produktion elektrischen Stroms für die Stadt Zürich. Unter anderem arbeitete der Ingenieur Hans Roth (1882-1972), ein Absolvent der Bauingenieurschule am Polytechnikum zwischen 1900 und 1904, Wasserhaushaltspläne für das bevorstehende Kraftwerk im Wägital aus.

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Freizeitanlage Der Swissair In Bassersdorf

En garde! – Über das studentische Duell am Polytechnikum

Als im Mai 1856 die Kopie eines Schreibens des Universitätsrektors Hermann Köchly an die Adresse des Schulratspräsidenten gelangte, war Grund zur Sorge geboten. Studenten der beiden Hochschulen hatten unerlaubterweise mit scharfen Waffen untereinander Duelle ausgetragen. Ob es dabei zu ernstlichen Verletzungen gekommen war, ist in diesem Fall nicht bekannt. Der Hartnäckigkeit dieses «Unwesens» rief in den Exekutivetagen der Zürcher Hochschulen grosse Besorgnis hervor – zu Recht?

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