Im Frankreich der Revolutionszeit, genauer im Jahr 1791, erschien ein kleines aber nicht unbedeutendes astronomisches Werk, welches die Bestimmung der Zeit anhand des Sternenhimmels zum Inhalt hat.
Astronomie
Ein Feßle Bier am 2. August – Von Kalendereinträgen und Handwritten Text Recognition
Volltexterkennung in alten Drucken war schon mehrfach Thema meiner Blogbeiträge. Es war dann die Rede von OCR, also der Optical Character Recognition. Eine eng verwandte Methode ist die Handwritten Text Recognition HTR. Entsprechende Anwendungen, wie sie etwa die Plattform Transkribus bereitstellt, sind darauf trainiert, Volltext aus Handschriften zu extrahieren. In bestimmten Fällen bietet es sich an, solche HTR-Anwendungen auch auf Drucke anzuwenden. Ein solches Beispiel ist das vorliegende Digitalisat: Der Nürnberger SchreibCalender auf das Jahr 1608 im Bestand der ETH-Bibliothek.
«… I would aduiſe thee, that when thou readeſt this booke, that thou wouldeſt prouide thy ſelfe of ſuch like formes of Magnets …»
Mark Ridley ruft seine Leser:innen im Vorwort dazu auf, sich Magnete zu besorgen, denn seine Abhandlung über Magnetismus (London 1613) lädt zum Mitexperimentieren ein. Neben dieser Aufgabe hält der frühneuenglische Text für heutige Leser:innen auch einige linguistische Herausforderungen bereit.
Die Sonnenfleckenzeichnungen von Alfred Wolfer
Ein Sonnensturm fegte im Mai 2024 über die Erde und liess sogar in unseren Breitengraden Polarlichter aufleuchten. Grund dafür ist die erhöhte Sonnenaktivität, die in einem Zyklus von 11 Jahren steigt und fällt und im Jahr 2025 ihren Höhepunkt erreichen soll. Dieser Zyklus, Phänomene auf … Weiterlesen …
Tesseract findet Sagittarius – Von Sternbildern und Volltexterkennung in historischen Drucken
Mit dem Atlas portatilis coelestis (Nürnberg 1723) legt Johann Leonhard Rost eine umfassende Darstellung der Astronomie seiner Zeit vor. Im zweiten Kapitel des Werks mit dem Untertitel compendiöse Vorstellung des gantzen Welt-Gebäudes beschreibt er die Astronomia Sphӕrica als denjenigen Teil der Astronomie, der sich mit der Beschreibung der scheinbaren Himmelsbewegungen beschäftigt. Der Begriff komme von der Sphӕra armillaris, einem Instrument zur Darstellung der Bewegung von Himmelskörpern, das auf Tafel 1 (Abbildung 1) abgebildet ist.
Sammlung 3D – eine Klappsonnenuhr aus Elfenbein
3D-Digitalisierung an der ETH-Bibliothek 2022 startete die Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel an der ETH-Bibliothek ein Projekt, bei dem 20 ausgewählte Objekte mittels Photogrammetrie 3D-digitalisiert wurden. Thomas Erdin von ikonaut hat im Sommer 2022 im Depot der Sammlung die photogrammetrischen Aufnahmen gemacht – jedes … Weiterlesen …
Ein neuer Stern am Himmel – oder nicht?
Heute feiern wir Dreikönigsfest, oder genauer das Epiphaniasfest (das «Fest der Erscheinung des Herrn»). Der Überlieferung nach folgten drei Weisen einem aufgegangenen, neuen Stern – dem «Stern von Bethlehem» – und erreichten am 6. Januar den Geburtsort Jesu. So bekannt die Überlieferung, so uneindeutig sind bis heute die astronomischen Erklärungsversuche zum Auftauchen und Verbleib des «Sterns», auch wenn sich bekannte Astronomen wie Johannes Kepler daran versucht haben.
Star Wars: Drama an der Sternwarte
Rebekka Aleida Biegel, geboren am 25. Juli 1886 in Leiden Holland, kam 1911 zu Studium nach Zürich. In den Unterlagen der ETH Zürich erscheint sie im Sommersemester 1913 als Hörerin. An der Universität Zürich schrieb sie sich ein Jahr später für ihre Promotion in Astronomie ein. Ihre Doktorarbeit wurde von Prof. Alfred Wolfer (1854-1931) betreut, der die Doppelprofessur beider Zürcher Hochschulen für Astronomie innehalte. Während ihrer Zeit an der ETH und Universität Zürich wurde sie zudem Patientin des Psychologen C. G. Jung und unterstützte diesen später bei seiner Forschung zur Astrologie.
In 24 Stunden um die Erde: Neumond, Vollmond, Sonnenfinsternis
Ein Tellurium in der astronomischen Lehre ist nicht zu verwechseln mit demselben Begriff in der Chemie. Etymologisch aus dem lateinischen Wort tellus (dt. Erde) stammend, ist ein Tellurium ein mechanisches Modell zur Darstellung der Erdbewegung im Verhältnis zur Sonne. Es ist eine auf den
Schnipp, schnapp, Nase ab – ein Originalbrief von Tycho Brahe (1546-1601) an der ETH-Bibliothek?
Vor 141 Jahren tunkte Rudolf Wolf, Professor für Astronomie, Mathematik und Vermessungstechnik, gleichzeitig erster Direktor der Hauptbibliothek am Eidgenössischen Polytechnikum, die Schreibfeder ins Tintenfass. Dann notierte er sein eigenes Geschenk an die polytechnische Hausbücherei ins Gabenbuch: