Vernetzte Professoren: Was Provenienzerschliessung alles ans Licht bringen kann

Wem gehörte eine Karte oder ein Buch, bevor sie ihren Weg in den Bestand der ETH-Bibliothek fanden? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Katalogisierenden der Gruppe Rara und Karte in der Provenienzerschliessung. Anhand von Stempeln, Exlibris und handschriftlichen Widmungen werden sowohl Vorbesitzer als auch buchhistorische, biographische und geisteswissenschaftliche Zusammenhänge ermittelt.

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Raus aus der Studierstube

Die Erforschung der Gletscher bedeutet keine Laborarbeit, sondern hartnäckige Auseinandersetzung mit den rauen Eismassen. Einer der ersten modernen Glaziologen war der Genfer Professor Horace Bénédict de Saussure (1740–1799). Er unternahm mehrere Forschungsreisen und publizierte seine Beobachtungen und Messungen im Werk „Voyages dans les Alpes“.

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Vor 200 Jahren in der Gegend der Thur

Ab dem Jahr 1825 brachte der Toggenburger Künstler Johann Baptist Isenring sein Album «Thurgegenden» heraus – ein Werk, das uns heute mit erstaunlicher Detailtreue in die malerischen Landschaften an der Thur vor 200 Jahren zurückversetzt.

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Puzzlen mit Phytoplankton

Manchmal täuscht die Grösse. Kieselalgen können ganz schön gross herauskommen. Wenn man nur brilliant genug mit ihnen umgeht. Dies ist die Geschichte von ausserordentlicher Kunstfertigkeit, vom systematischen Sammeln kleinster Mikroskopier-Proben und von einem der begabtesten Pioniere und seiner Vernetzung in Sammlerkreise und Institute von Hochschulen.

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Die Entmythisierung der Gletscher

In der Volksliteratur sah man Gletscher als eine eigene, unberührte Welt innerhalb der Schweizer Alpen an. Sie wurde aus der Ferne beobachtet und gleichzeitig als ein fantastischer Ort gefürchtet, bewohnt von Feen, bösen Geistern und dem Teufel selbst. Naturwissenschaftlich und künstlerisch tätige Personen fingen allerdings an, den Mythos „Gletscher“ in Frage zu stellen und das weisse Gebiet zu bereisen.

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Brücken für Bern und Boston

Christian Menn gilt als einer der renommiertesten Brückeningenieure der Schweiz. In der Zeit, in welcher sich der Betonbau intensivierte und die Schweiz ihr Autobahnnetz ausbaute, verortet sich Menn in der Tradition von Robert Maillart in der Verfolgung grösserer Spannweiten durch Vorspanntechnik. Er leitete in Chur ab 1957 ein eigenes Ingenieurbüro und entwarf innovative Konzepte. 1971 nahm er eine Professur für Baustatik und Konstruktion an der ETH Zürich an, wo er bis ins Jahr 1992 lehrte. Menns Projekte ordnen sich einem Schweizer Funktionalismus zu, welcher Schlichtheit, Funktionalität und Ästhetik vereint. Zwei Modelle von Brücken befinden sich in der Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel.

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Weltmeere in der Hosentasche: Justus Perthes’ See-Atlas

In der Epoche der späten Globalisierung, imperialen Expansion und des technologischen Umbruchs im 19. Jahrhundert entstand ein Werk, das die vielfältige Welt der Karten in einem handlichen Format bündelt. Der erstmals 1894 erschienene „See-Atlas“ von Justus Perthes – als Ergänzung zu „Justus Perthes’ Taschen-Atlas“ – war dabei weit mehr als eine Sammlung von Seekarten: Er war ein umfassendes Kompendium der nautischen und physikalischen Seefahrtskunde. Und das in einem Format, das bequem in der Hosentasche Platz fand.

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Messmethoden der Glaziologie: Niederschlagsmesser

In unserer neuen Ausstellung „Entgletscherung – Die Vermessung des Eises“, die Sie im Hauptgebäude der ETH Zürich, im extract, besuchen können, beschäftigen wir uns in fünf Kapiteln mit der Geschichte der Glaziologie an der ETH Zürich. Gletscherforscher:innen vermessen die Schweizer Gletscher seit mehr als 150 Jahren systematisch. Die eindrucksvolle Zeitreise umfasst eine Reihe von Themen, darunter die abenteuerlichen Alpenexpeditionen und frühen Eiszeit-Theorien. Darüber hinaus werden auch historische und modernste Vermessungsmethoden und Fragen zur Zukunft behandelt.

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