Wer einen Blick auf frühe geologische Karten der Schweiz wirft, blickt damit auch auf die Geburtsstunde der modernen Alpengeologie. Ein interessantes Werk ist dabei die geologische Karte der Stockhornkette von 1827, erstellt vom Berner Geologen Bernhard Studer. Dieser bereicherte die wachsende geologische Terminologie auch gleich noch mit Simmentaler Dialekt.
Geologie
Als Westgruppe am Eisrand. Was 1912 drei Forscher in Grönland motivierte
Die Schweizerische Grönlandexpedition startete am 20. Juni 1912 am Rand des Gletschers Eqip Sermia ins Innere des grönländischen Eisschilds. Alle sieben Grönlandreisenden und fünf Inuit, begleitet von 29 Hunden, zogen und hievten auf 600 m über Meer drei volle Schlitten und sich selbst das ansteigende, unebene Eis hinauf. Eine geballte Ladung Schub für die erfolgreiche Bewältigung der Hunderte Kilometer langen Strecke bis Ostgrönland. Die vierköpfige Ostgruppe unter der Leitung von Alfred de Quervain war dadurch und dank ausgezeichneter Vorbereitung optimal positioniert und nahm die Querung unter die Füsse bzw. Kufen.
Nicht Teil des Teams waren die drei Mitglieder der Westgruppe. Ihnen ist der folgende Beitrag gewidmet.
«Heimat, die ihre Söhne nicht mehr kennt» – Arnold Heim zwischen Freiheitsdrang und Hochschulkarriere
Als Arnold Heim 1904 sein Studium der Geologie am Eidgenössischen Polytechnikum – der heutigen ETH Zürich – abschliesst, scheint sein akademischer Werdegang vorgegeben. Schliesslich sind sein Vater und sein Patenonkel die ersten Professoren auf dem Lehrstuhl für Geologie. Arnold promoviert erfolgreich an der Universität Zürich, habilitiert 1908 und wird Privatdozent an beiden Zürcher Hochschulen.
Frühe Theorien und Durchbruch der Glaziologie
Auch die Schweizer Forschertriade Ignaz Venetz (1788–1859), Jean de Charpentier (1786–1858) und Louis Agassiz (1807–1873) vertiefte den glaziologischen Diskurs zunächst um die Frage nach der Eiszeit. Ignaz Venetz begründete die Idee einer Eiszeit, welche später durch Jean de Charpentier und Louis Agassiz in der Wissenschaft … Weiterlesen …
Entgletscherung – Die Vermessung des Eises
Die Gletscher schmelzen. Und zwar schon lange. Wie sehr, das wird seit mehr als 150 Jahren akribisch vermessen.
Die neue Ausstellung im extract führt durch die lange Geschichte der Gletscherforschung – von alten Mythen über die ersten Messungen bis zur modernen Glaziologie an der ETH Zürich.
Das Vestibül des Verwaltungsgebäudes der Zürich-Versicherung
«Von der Quaibrücke aus entdeckt man über die Bäume der Anlagen hin ein lang sich streckendes Gebäude, das sich, dem Hügel der Enge vorgelagert, durch besonders edle Architektur auszeichnet. […]
Abenteuer in der Antarktis – eine spektakuläre Reise für die Wissenschaft
Im Jahr 1827, als die südlichsten Teile der Erde noch weitgehend unerforscht waren, nahm ein Team von britischen Spezialisten die erste rein wissenschaftliche Antarktis-Expedition in Angriff.
«Research in China 1903-1904»: Wegweisende Forschung zur Geologie Chinas
Die Beschäftigung mit der Geologie Chinas hat eine lange Entwicklung durchlaufen, die von frühen Naturbeobachtungen bis hin zur modernen geologischen Wissenschaft reicht. Einer der Meilensteine in dieser Geschichte war die Expedition von Bailey Willis in den Jahren 1903–1904. Diese Expedition war einer der Grundsteine für die systematische Erforschung der Geologie Chinas und beeinflusste die Geowissenschaften des Landes nachhaltig.
«… I would aduiſe thee, that when thou readeſt this booke, that thou wouldeſt prouide thy ſelfe of ſuch like formes of Magnets …»
Mark Ridley ruft seine Leser:innen im Vorwort dazu auf, sich Magnete zu besorgen, denn seine Abhandlung über Magnetismus (London 1613) lädt zum Mitexperimentieren ein. Neben dieser Aufgabe hält der frühneuenglische Text für heutige Leser:innen auch einige linguistische Herausforderungen bereit.
Originalzeichnungen von Albert und Arnold Heim
Im Rahmen des Digitalisierungs- und Georeferenzierungsprojektes e-maps der Kartensammlung der ETH-Bibliothek kommt immer wieder ungeahntes zum Vorschein. Nun wurden die einzigartigen handschriftlichen Kartennotizen der beiden Geologen Albert und Arnold Heim digitalisiert.