1902 wurde der Schulratspräsident in einer Sitzung des Schweizerischen Schulrats beauftragt, Albert Heim, Prof. für Geologie an beiden Zürcher Hochschulen, zu ermahnen, er möge in Zukunft in seinen Vorlesungen „weniger auf das religiöse Gebiet übergreifen und Aussprüche vermeiden […], die Anlass zu falscher Auffassung geben könnten.“ Heim hatte in seiner Vorlesung über die „Urgeschichte des Menschen“ die These geäussert, „in dem heiligen Abendmahle stecke noch ein Ueberrest von Kannibalismus“.
Linguistik, Literatur
«Es ist ein abgründiges Buch» – Der Rezensent Max Frisch in den 1930er Jahren
Von 1932 bis 1945 besprach Max Frisch für renommierte Schweizer Tageszeitungen und Zeitschriften über sechzig Bücher und Vorträge. In den meisten seiner überwiegend kurz gefassten Rezensionen erwies er sich einem bürgerlichen Standpunkt verpflichtet. Seine Kritiken zeichneten sich durch subjektive Meinungsäusserung und ein unbefangenes Urteil aus.
Drei Bienen für Barberini: Zur ältesten eingebundenen Abbildung, welche mit Hilfe eines Mikroskops angefertigt wurde.
Die Beobachtung von Insekten gehört mit zu den Ursprüngen der Mikroskopie, deren ursprüngliches Prinzip (Vergrösserung durch gefüllte Glasschalen) bereits von den Römern beschrieben wurde und Ende des 16. Jahrhunderts mit den ersten zusammengesetzten Lichtmikroskopen einen Schub in wissenschaftlichen Kreisen erfuhr.
Eine Ausstellung des Max Frisch-Archivs Zürich: »Ich probiere Geschichten an wie Kleider!« 50 Jahre »Gantenbein« von Max Frisch
Leicht ist ihm das Schreiben nicht gefallen. Während der vierjährigen Schaffensphase bekennt Max Frisch wiederholt gegenüber Freunden und Vertrauten, dass es mit dem Roman nur langsam vorangehe, weil dieser einem Sandhaufen ähnle, der kein Turm zu werden vermag. Dennoch lasse ihn die »irre Spielerei» nicht los.
“Home is where you feel at home. I’m still looking.” Zum 30. Todestag von Truman Capote (30.9.1924-25.8.1984)
Der viel- und weitgereiste amerikanische Schriftsteller Truman Capote weilte in den 50er und 60er- Jahren mehrfach in der Schweiz. Das Bild zeigt ihn bei der Ankunft in Zürich Kloten, vermutlich im Jahr 1956.
Heidiland Schweiz
Die Schweizer Romanfigur Heidi ist in Japan schon seit der ersten Übersetzung von Johanna Spyris Roman ins Japanische im Jahr 1920 bekannt, drang aber vor allem durch die Trickfilmserie „Alpenmädchen Heidi“(アルプスの少女ハイジ, Arupusu no shōjo Haiji, 1974) ins Bewusstsein der breiten Bevölkerung.
C.G. Jung und Thomas Mann: „Literarische Beziehungen haben nie bestanden“
Der Schweizer Psychiater Carl Gustav Jung und der deutsche Schriftsteller Thomas Mann haben Einiges gemeinsam: Beide wurden 1875 geboren und (streng) protestantisch erzogen, Jung in Basel, Mann im norddeutschen Lübeck. Beide lebten zeitweise in Küsnacht, auch gleichzeitig, Jung von 1909 bis 1961, Mann von 1934 bis 1938, bis zu seinem Exil in Amerika.
Ein Schuss, ein Schrei – April statt May
Nein, der Schriftsteller Karl May studierte nicht am Eidgenössischen Polytechnikum, der heutigen ETH Zürich, jedenfalls nicht nachweislich. Der Blog-Eintrag „Ein Schuss ein Schrei – Stud. Ing. Karl May“ war ein Scherz zum 1. April.
Ein Schuss, ein Schrei – Stud. Ing. Karl May
Bei folgendem Beitrag handelt es sich um einen Aprilscherz. Die darin enthaltenen Informationen sind irreführend und entsprechen nicht den Tatsachen. Auflösung hier.
Vor zwei Jahren wurde der 100. Todestag des Abenteuerromanautors Karl May (1842-1912) in den Medien ausgiebig begangen. Ein deutscher Finanzpolitiker, begeisterter Leser von Mays Wildwestgeschichten, wollte gar die Kavallerie ins Nachbarland der Alpenindianer reiten lassen, um dort frei nach der Erzählung „Der Schatz im Silbersee“ vor dem Fiskus versteckte Vermögen germanischer Bleichgesichter auszuheben.
Ermordung eines Privatdozenten – Zum 25. Todestag von Hermann Burger (1942-1989)
Wolfram Schöllkopf, Privatdozent für Glaziologie und deutsche Literatur an der Eidgenössischen Technischen Universität, flieht aus der Sitzung der Freifächerfakultät, der Abteilung 13 für Geistes- und Militärwissenschaften.