Vier wichtige Publikationen des deutschen Architekten Bruno Taut (1880-1938) aus der Sammlung Alte Drucke stehen ab sofort digital als PDF zur Verfügung. Es handelt sich um Die Stadtkrone (Jena, 1919), Ruf zum Bauen (Berlin, 1920), Der Weltbaumeister (Hagen, 1920) und Die neue Wohnung (Leipzig, 1925).
ALTE UND SELTENE DRUCKE
Hans Vredeman de Vries: Variae architecturae formae (Antwerpen, 1601)
Das architektonische Bilderbuch Variae architecturae formae erschien erstmals 1562. Die Neuauflage von 1601 aus der Sammlung Alte Drucke ist ein handliches Bändchen von 20 mal 26 cm im Querformat.
Galileo Galilei: Dialogo […] dove ne i congressi di quattro giornate si discorre sopra i due massimi sistemi del mondo telemaico e copernicano (Florenz, 1632)
Seiner Bedeutung für die Geschichte der Astronomie gemäss ist Galileis Dialogo gleich vierfach in der Sammlung Alte Drucke vorhanden: Die Erstausgabe von 1632, gedruckt von Giovanni Battista Landini in Florenz, eine mit anderen Werken zusammengebundene Ausgabe gedruckt von David Hautt in Strassburg (1635) und zwei von Jean Antoine Huguetan in Lyon gedruckte Ausgaben (1641).
Zwei astronomische Schriften aus dem 15. Jh. eingebunden in ein Pergamentblatt aus einer karolingischen Handschrift
Bei diesem Buch (Rar 4205) ist schwer zu entscheiden, was wertvoller ist: die beiden Drucke aus dem 16. Jahrhundert, oder der an die 700 Jahre ältere Bucheinband, der zu den ältesten Objekten der Spezialsammlungen gehören dürfte.
Jahr der Astronomie 2009: Alte Drucke zur Astronomie
Im Rahmen der Astronomieausstellung des Instituts für Astronomie der ETH Zürich in Science City Hönggerberg zeigt die Sammlung Alte Drucke am 4. und 5. April 11 Originalwerke berühmter Astronomen.
Christoph Scheiner: Disquisitiones mathematicae (Ingolstadt, 1614)
Vier Jahre nach dem Erscheinen von Galileo Galileis Sidereus Nuncius veröffentlichte der deutsche Jesuitenpater, Optiker und Astronom Christoph Scheiner (1573-1650) zusammen mit seinem Schüler Stefan Locher das Werk Disquisitiones mathematicae.
Nachricht von neuen Sternen: Galileo Galileis Sidereus Nuncius (Venedig, 1610)
Mit Sidereus Nuncius (deutsch: „Sternenbote“) publizierte der italienische Mathematiker, Physiker und Astronom Galileo Galilei (1564-1642) eine lebhafte Beschreibung seiner Beobachtung von Himmelskörpern. Er berichtete, dass die Mondoberfläche keineswegs wie bisher angenommen eine glatte Kugel, sondern reich an Bergen und Kratern sei.
Johannes Hevelius: Prodromus astronomiae (Danzig, 1690)
Über das Observatorium des Danziger Astronomen und Instrumentenbauers Johannes Hevelius (1611-1687) und sein dem Mond gewidmetes Hauptwerk Selenographia wurde in diesem Weblog bereits berichtet.
Pierre Sonnerat: Voyage aux Indes orientales et la Chine: fait par ordre du Roi depuis 1774 jusqu’en 1781 (Paris, 1782)
Pierre Sonnerat (1748-1814) war ein französischer Naturforscher und Entdecker, der mehrere Reisen nach Südostasien unternahm. Von 1769 bis 1772 bereiste er die Philippinen und Molukken, von 1774 bis 1781 Indien und China.
Johannes Hevelius: Selenographia (Danzig, 1647)
Das Observatorium des Astronomen und Instrumentenbauers Johannes Hevelius (1611-1687) gehörte seinerzeit zu den besten Europas. Es war über die Dächer von drei nebeneinanderstehenden Gebäuden verteilt und mit mehreren Teleskopen bestückt.