Raumplanung und Dichtestress anno 1945

Räumliche Verdichtung und Bevölkerungswachstum beschäftigen die Schweiz nicht erst seitdem die Schweizerische Volkspartei das Thema in ihrem Wahlkampf zum ständigen Politikum erheben und wirksam auszuschlachten versteht. Nein, die Angst vor zu vielen Menschen und zu vielen Häusern wohnt den Schweizerinnen und Schweizern spätestens seit der Industrialisierung und dem rasanten Städtewachstum des 19. Jahrhunderts inne. Besonders virulent wurde das Thema nach dem Zweiten Weltkrieg, als eine gefühlt ungebremste Bautätigkeit der Schweiz ihren Wiedererkennungswert zu nehmen drohte. Städteplaner und Geographen entwickelten Planungsinstrumente, um die Bodennutzung nach einheitlichen Kriterien zu organisieren. Der Schweizer Architekt Rolf Meyer-von Gonzenbach war einer der prägenden Figuren der schweizerischen Landesplanung der Nachkriegszeit.

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