Christian Menn gilt als einer der renommiertesten Brückeningenieure der Schweiz. In der Zeit, in welcher sich der Betonbau intensivierte und die Schweiz ihr Autobahnnetz ausbaute, verortet sich Menn in der Tradition von Robert Maillart in der Verfolgung grösserer Spannweiten durch Vorspanntechnik. Er leitete in Chur ab 1957 ein eigenes Ingenieurbüro und entwarf innovative Konzepte. 1971 nahm er eine Professur für Baustatik und Konstruktion an der ETH Zürich an, wo er bis ins Jahr 1992 lehrte. Menns Projekte ordnen sich einem Schweizer Funktionalismus zu, welcher Schlichtheit, Funktionalität und Ästhetik vereint. Zwei Modelle von Brücken befinden sich in der Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel.