Mit der von Heinrich Escher-Zollikofer (1776–1853) zusammengetragenen Insektensammlung nahm die entomologische Sammlung der ETH Zürich ihren Anfang. Die Entomologie, auch Insektenkunde genannt, ist ein Teilgebiet der Zoologie.[1] Als Kaufmann aus einer einflussreichen Zürcher Familie und Vater des späteren ETH-Mitgründers Alfred Escher verband er während und nach seinen Reisen nach Nordamerika Unternehmertum mit naturkundlicher Sammelleidenschaft. Neben tausenden sorgfältig konservierten Schmetterlingen und Käfern befindet sich im Archiv eine weitere Quelle, die einiges über das bürgerliche Sammeln des frühen 19. Jahrhunderts verrät, nämlich Heinrich Eschers Kassabuch. In den 1820er-Jahren notierte Heinrich Escher, wieviel er für einzelne Käfer- und Schmetterlingspräparate bezahlte, von wem er sie erwarb und woher die Objekte stammen oder über welchen Weg die Objekte in die Sammlung kamen.[2] Damit ist das Kassabuch mehr als eine reine Auflistung von Ausgaben. Es offenbart ein Netzwerk von Händlern, Sammlern und Naturforschern, macht die ökonomischen Aspekte des Sammelns sichtbar und zeigt, welche Bedeutung Insektenpräparate im bürgerlichen Milieu der damaligen Zeit hatten.