In den letzten Jahren führte das Thomas-Mann-Archiv der ETH-Bibliothek ein Projekt zur Digitalisierung der physischen Objekte aus dem Nachlass des Schriftstellers durch. Die digitale Betrachtung verändert den Status der Objekte und wirft neue Fragen auf.
Janaina Rüegg
Brücken für Bern und Boston
Christian Menn gilt als einer der renommiertesten Brückeningenieure der Schweiz. In der Zeit, in welcher sich der Betonbau intensivierte und die Schweiz ihr Autobahnnetz ausbaute, verortet sich Menn in der Tradition von Robert Maillart in der Verfolgung grösserer Spannweiten durch Vorspanntechnik. Er leitete in Chur ab 1957 ein eigenes Ingenieurbüro und entwarf innovative Konzepte. 1971 nahm er eine Professur für Baustatik und Konstruktion an der ETH Zürich an, wo er bis ins Jahr 1992 lehrte. Menns Projekte ordnen sich einem Schweizer Funktionalismus zu, welcher Schlichtheit, Funktionalität und Ästhetik vereint. Zwei Modelle von Brücken befinden sich in der Sammlung wissenschaftlicher Instrumente und Lehrmittel.
Die Gestaltung des Lebens beginnt bei den kleinsten Dingen
Neben Manuskripten, Briefen, Fotos und Zeitungsartikeln befinden sich im Max Frisch-Archiv an der ETH-Bibliothek mehrere Dutzend Gegenstände aus dem Nachlass des Schriftstellers und Architekten. Was erzählen die Objekte über Frischs Verhältnis zur Realität des Lebens, zur Gesellschaft und zur Politik?