Nikolaus Kopernikus: De revolutionibus orbium coelestium (Nürnberg, 1543)

In seinem Hauptwerk De revolutionibus orbium coelestium (Nürnberg, 1543) stellte der berühmte Jurist, Arzt und Astronom Nikolaus Kopernikus (1473-1543) die These auf, dass die Sonne als Zentrum des Planetensystems anzusehen sei. Er war allerdings nicht der erste Wissenschaftler, der ein heliozentrisches System in Betracht zog. Als früher Vertreter derselben Idee gilt Aristarchos von Samos (3. Jh. v. Chr.). Im 15. Jahrhundert sind als Vordenker Nikolaus von Kues (1401-1464) und Regiomontanus (1436-1476) zu nennen.

Folio 9, verso: heliozentrisches Planetensystem von Kopernikus

Da die Theorie von Kopernikus anfangs lediglich als mathematische Hilfskonstruktion zur einfacheren Berechnung der Planetenbahnen angesehen wurde, hatte Kopernikus – anders als Galileo Galilei einige Jahrzehnte später – keine Verfolgung durch die Inquisition zu erleiden. Zu Kopernikus‘ Ehren wird das heliozentrische Weltbild auch das „Kopernikanische Weltbild“ genannt.

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4 Gedanken zu „Nikolaus Kopernikus: De revolutionibus orbium coelestium (Nürnberg, 1543)“

  1. Der Autor hat Copernicus nicht gelesen. Es kann keine Rede davon sein, dass Copernicus „die Sonne als Zentrum des Planetensystems angesehen“ habe. De revolutionibus Buch I Kap. X lautet im entscheidenden Punkt: „Corca Solem esse centrum mundi“. Das heißt auf deutsch: „In der Nähe der Sonne liegt das Zentrum der Welt“ (d. h. des Systems). Ebenso des Copernicus‘ frühe Schrift „Commentariolus“, „Tertia petitio: Circa Solem esse centrum mundi“.

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